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SLM Solutions: Übernahmeangebot führt zu verhaltenem dritten Quartal

  • Umsatz auf Neunmonatssicht um 42,7 % über Vorjahr (trotz Rückgang im dritten Quartal um 5,8 % gegenüber Q3/2015)
  • In den ersten neun Monaten Aufträge über 84 Maschinen (Steigerung um 31,3 % gegenüber 9M/2015), davon mehr als zwei Drittel von Neukunden
  • Auftragswert um 39,7 % im dritten Quartal und um 17,4 % im Neunmonatszeitraum gegenüber dem Vorjahr gesteigert
  • Bereinigtes Neunmonats-EBITDA von -2,0 Mio. EUR, teilweise beeinflusst von Einmaleffekten im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot von General Electric (GE)

Lübeck, 10. November 2016 – Die SLM Solutions Group AG („SLM“), ein führender Anbieter metallbasierter additiver Fertigungstechnologie, steigerte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 ihren Umsatz um 42,7% auf 48,4 Mio. EUR (9M/2015: 33,9 Mio. EUR). Trotz eines schwächeren dritten Quartals übertrifft SLM damit weiterhin das von Wohlers Associates für die Jahre 2013 bis 2015 ermittelte durchschnittliche jährliche Marktwachstum der Branche von ca. 30% deutlich. Das von GE veröffentlichte Übernahmeangebot verursachte bei einigen Marktteilnehmern eine zunächst abwartende Haltung. Im dritten Quartal verzeichnete SLM Solutions einen Umsatzrückgang von 5,8 %.

Dr. Markus Rechlin, CEO der SLM Solutions Group AG, kommentiert: „Unser Auftragseingang im dritten Quartal ist sowohl mengen- als auch wertmäßig gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Qualität und Leistungsfähigkeit unserer Multi-Laser-Maschinen ist und bleibt ein überzeugendes Alleinstellungsmerkmal. Nachdem das Übernahmeangebot von GE nicht erfolgreich war, werden wir unseren Wachstumskurs als unabhängiges Unternehmen weiter fortsetzen. Die Branchenmesse formnext liegt noch vor uns und wir gehen weiterhin optimistisch in den Jahresendspurt.“

Der Auftragseingang stieg im dritten Quartal um 16,7% auf 28 Maschinen (Q3/2015: 24 Maschinen). In den ersten neun Monaten lag der Auftragseingang bei insgesamt 84 Maschinen und damit um 31,3% über dem Vorjahreswert (9M/2015: 64 Maschinen). Der Auftragswert stieg im dritten Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahr um 39,7% auf 19,1 Mio. EUR an (Q3 2015: 13,7 Mio. EUR). Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2016 liegt der Auftragswert bei insgesamt 49,0 Mio. EUR und um 17,4% über dem Vorjahreszeitraum (9M/2015: 41,8 Mio. EUR).

Die Gesamtleistung, zusammengesetzt aus Umsatzerlösen, Bestandserhöhungen und aktivierten Eigenleistungen, lag in den ersten neun Monaten 2016 mit 58,6 Mio. EUR um 32,8% über dem Vorjahr. Der Materialaufwand wuchs im Berichtszeitraum weniger stark als die Gesamtleistung auf 33,4 Mio. EUR (9M/2015: 25,7 Mio. EUR). Entsprechend lag die Materialaufwandsquote (im Verhältnis zur Gesamtleistung) mit 57,0 % unter dem Vorjahr (9M/2015: 58,2 %). Die bereinigte Personalaufwandsquote (im Verhältnis zur Gesamtleistung) stieg aufgrund der gestiegenen Mitarbeiterzahl auf 28,2 % (9M/2015: 24,0 %). In beiden Jahren wurde um Aufwendungen für das zum Börsengang 2014 über drei Jahre aufgelegte Mitarbeiterbeteiligungsprogramm (Retention Bonus) bereinigt.

Das zusätzlich zu den Effekten aus dem Retention Bonus um Transaktionskosten bereinigte EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern) lag in den ersten neun Monaten 2016 bei -2,0 Mio. EUR (9M/2015: 0,5 Mio. EUR), die bereinigte EBITDA-Marge (bezogen auf den Konzernumsatz) belief sich dadurch auf -4,0 % (9M/2015: 1,5 %). Das bereinigte EBITDA der letzten zwölf Monate bis zum 30. September 2016 betrug 5,6 Mio. EUR, was einer bereinigten EBITDA-Marge von 6,9 % entspricht (bezogen auf den kumulierten Umsatz der letzten zwölf Monate zum 30. September 2016 von 80,6 Mio. EUR).

Das Periodenergebnis nach Steuern belief sich für die ersten neun Monate 2016 auf -5,4 Mio. EUR (9M/2015: -1,9 Mio. EUR), das entspricht einem unverwässerten und verwässerten Ergebnis je Aktie von -0,30 EUR (9M/2015: -0,11 EUR). Die Eigenkapitalquote zum 30. September 2016 lag bei konstant hohen 81 % (31. Dezember 2015: 76 %).

„Neben dem Umsatzrückgang haben auch Transaktionskosten von rund 400 TEUR das Ergebnis des dritten Quartals belastet. Hierbei handelt es sich jedoch um einen den besonderen Umständen geschuldeten Sondereffekt. Wir setzen unbeirrt unsere Strategie der Entwicklung zu einem ganzheitlichen Lösungsanbieter für die additive Fertigung um und sind als unabhängiges Unternehmen gut aufgestellt, um unseren erfolgreichen Wachstumskurs fortzusetzen“, so Uwe Bögershausen, CFO der SLM Solutions Group AG.

Als Jahresziele bestätigt das Management einen Umsatz im Korridor zwischen TEUR 85.000 bis TEUR 90.000 sowie eine leicht steigende, um Einmaleffekte bereinigte EBITDA-Marge (im Verhältnis zum Umsatz). Die Ziele können weiterhin erreicht werden, sind aber wie im Vorjahr in besonderem Maße vom Ablauf des vierten Quartals 2016 abhängig, in dem die wichtige Branchenmesse formnext in Frankfurt stattfinden wird.

Der 9M-Bericht von SLM Solutions steht ab heute unter www.slm-solutions.com im Bereich „Investor Relations“ auf Deutsch und Englisch zur Verfügung.

ÜBER DAS UNTERNEHMEN:
Die SLM Solutions Group AG aus Lübeck ist ein führender Anbieter metallbasierter additiver Fertigungstechnologie. Die Aktien des Unternehmens werden im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Seit dem 21. März 2016 ist die Aktie im TecDAX gelistet. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Entwicklung, Montage und den Vertrieb von Maschinen und integrierten Systemlösungen im Bereich des Selektiven Laserschmelzens (Selective Laser Melting). SLM Solutions beschäftigt derzeit mehr als 310 Mitarbeiter in Deutschland, den USA, Singapur, Russland und China. Die Produkte werden weltweit von Kunden in der Luft- und Raumfahrtbranche, dem Energiesektor, dem Gesundheitswesen oder dem Automobilsektor eingesetzt.