Virtuelle Roadshows – Nicht nur in der Pandemie eine gute Ergänzung

Last updated May 19, 2021 at 5:34PM | Published on May 19, 2021 | Pressemitteilung

Wiesbaden, 20. Mai 2021. Spätestens seit der Covid-19-Pandemie sind virtuelle Roadshowtermine für Vorstände, IR-Manager, Investoren und Analysten an der Tagesordnung. Doch auch nach der Corona-Krise sollten sie ein fester Bestandteil im IR-Kalender börsennotierter Unternehmen sein – sie bieten nämlich viele Vorteile.

by Georg Grießmann

Virtuelle Roadshows

Keine Nachteile durch die Virtualität

Virtuelle Roadshows sind nur ein „nettes Meet & Greet”? Die Erfahrungen aus dem Corona-Jahr 2020 zeigen etwas anderes: Investoren und Analysten nehmen virtuelle Roadshows genauso ernst wie den persönlichen Austausch – an Qualität haben die Investorenmeetings im Netz also nicht verloren. Die Beteiligten diskutieren über die gleichen „harten Themen“: Umsatzaussichten, Einhaltung der Guidance, Stellschrauben zur Margenoptimierung. Online wird ebenso das Working Capital, die Kapitalausstattung, und Unternehmensstrategien thematisiert. Virtuelle Roadshows bieten den Investoren ebenso wie den Emittenten inhaltlich einen hohen Mehrwert, das Unternehmen weiß nach den Meetings, welche Themen die Investoren bewegen.

Die Dynamik einer virtuellen Roadshow entfaltet sich genauso wie bei einem Gespräch von Angesicht zu Angesicht. Entweder konzentriert sich das Gespräch auf die vorbereiteten Präsentationsfolien des Unternehmens oder auf den mitgebrachten Fragenkatalog der Gesprächspartner. Wie lange eine virtuelle Roadshow dauert, hängt von den beteiligten Personen in den einzelnen Terminen ab. Haben Management und Investor sich erst kürzlich gesehen, reicht oft ein kurzes Gespräch. Umgekehrt kann ein Termin sich auch in die Länge ziehen, wenn viel Gesprächsbedarf besteht.

Zeitlich und örtlich flexibel durch Roadshows im Netz

Ein großer Vorteil: Sie können jederzeit und flexibel stattfinden. Normalerweise kommen die Unternehmen hauptsächlich bei Kapitalmarktkonferenzen in den direkten Austausch mit Investoren. Den Tag bestimmen die Veranstalter – für den Emittenten muss das aber nicht unbedingt der optimale Zeitpunkt für so ein Gespräch sein. Gerade in Sondersituationen wie zum Beispiel in dynamischen Transformationsphasen, aber genauso bei erklärungsbedürftigen Sondereffekten im jüngsten Quartalsergebnis kann es aus Sicht der Emittenten sinnvoll sein, zeitnah das Gespräch mit Investoren zu suchen und nicht erst dann, wenn die nächste Konferenz ansteht. Virtuelle Meetings machen das möglich.

Diese Terminflexibilität erhöht außerdem die Chance, mit den eigenen Wunschinvestoren, z.B. Investoren aus Peer-Group-Unternehmen oder ESG-Investoren, zu sprechen. Neben dem grundsätzlichen Gesprächsinteresse des Investors müssen drei Faktoren zusammenkommen, damit ein Gespräch bei Kapitalmarktkonferenzen in persona zustande kommt:

  1. 1. Investor und Emittent müssen beide an der jeweiligen Konferenz teilnehmen.
  2. 2. Bei mehrtägigen Konferenzen müssen beide am selben Datum vor Ort sein.
  3. 3. In den One-on-One-Plänen beider Seiten muss ein geeignetes Zeitfenster verfügbar sein.

Bei der Vereinbarung eines virtuellen Meetings kann viel einfacher ein passender Termin für beide Seiten gefunden werden.

Virtuelle Roadshows: Kein vorübergehender Trend

Zwei weitere Aspekte sprechen dafür, dass Unternehmen in der Zukunft regelmäßig virtuelle Roadshowtermine in den IR-Jahresplan aufnehmen: Die Kosten- und Zeiteffizienz. Die Teilnahme an deutschen Kapitalmarktkonferenzen ist für Emittenten in der Regel mit Reisezeit, mindestens einem ganzen Tag vor Ort, Reisekosten und ggf. Unterbringungskosten verbunden. Noch zeit- und kostenintensiver ist es, sich persönlich mit internationalen Investoren zu treffen – sei es innerhalb Europas, in Nordamerika oder Asien. Bei einer virtuellen Umsetzung sparen die Emittenten also Zeit und Geld. Das schont auch die Umwelt, da Emissionen eingespart und kurze Businesstrips auf Seiten der Unternehmen und Investoren vermieden werden können. Trotz Zeitverschiebungen von sechs bis neun Stunden lässt sich für alle Beteiligten ein passender Zeitpunkt für die virtuellen Meetings finden. So können morgens Gespräche mit asiatischen Investmenthäusern stattfinden und nachmittags Meetings mit Investoren von der amerikanischen Ostküste.

Natürlich steht trotzdem fest, dass für den Aufbau und die Pflege einer langfristigen Vertrauensbeziehung zwischen Unternehmen und Investoren persönliche Treffen immer von nicht zu vernachlässigender Bedeutung sind. Doch auch virtuelle Roadshowtermine sollten in Zukunft einen festen Platz in der IR-Jahresplanung einnehmen. Zum einen können sie die internationale Sichtbarkeit eines börsennotierten Unternehmens am Kapitalmarkt verbessern, zum anderen gestalten sie die Pflege sowie den Aufbau von Kontakten noch effizienter.

cometis hat bereits viele Erfahrungen im Umgang mit virtuellen Roadshows gesammelt. Wir unterstützen Ihr Unternehmen gerne bei der Planung und Umsetzung. Weitere Informationen finden Sie hier.


Georg GrießmannGeorg Grießmann: Senior Consultant
Georg Grießmann war viele Jahre im Controlling eines internationalen IT Dienstleistungsunternehmens tätig. Schwerpunkt seiner Tätigkeit war die Erstellung von Finanzberichten, Kennzahlenanalysen und die Aufbereitung von Management-Reports.


Michael Diegelmann
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