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Studie: Wem gehört der börsennotierte Mittelstand? – Update 2015, 26.01.2015

Deutsche Investoren investieren wieder vermehrt in den börsennotierten Mittelstand

Wiesbaden, 26. Januar 2015 – Deutsche institutionelle Investoren wie Publikums- oder Spezialfonds ziehen sich tendenziell weiter aus dem börsennotierten heimischen Mittelstand zurück. Dies ist eines der Ergebnisse aus der Studie „Wem gehört der börsennotierte Mittelstand? Update 2015“, die gemeinsam von der cometis AG, einer Beratungsgesellschaft für strategische Finanz- und Unternehmenskommunikation und dem Investor Relations-Datenbankanbieter Ipreo Ltd. erstellt wurde. In der aktuellen Studie wurde die Aktionärsstruktur der in den drei Nebenwerte-Indizes MDAX, SDAX und TecDAX notierten Unternehmen analysiert. Demnach lagen zum Ende des dritten Quartals 2014 nur noch 17% des institutionell gehaltenen Streubesitzes aller MDAX-Unternehmen bei deutschen Investoren. Im SDAX hielten Institutionen mit Sitz in Deutschland stabil 23%, während sie sich aus TecDAX-Unternehmen signifikant zurückzogen und mit einem Anteil von 26% nun hinter nordamerikanischen Investoren (30%) liegen.

Die jetzt vorgelegte Studie aktualisiert die letztjährige Untersuchung vom Januar 2014 mit dem neuesten verfügbaren Datenmaterial und setzt darüber hinaus einen neuen Schwerpunkt auf asiatische Investments.

Einige der weiteren Ergebnisse im Überblick:

  • Der „Strategische Anteilsbesitz“, zu dem im Unterschied zum Streubesitz Ankerinvestoren wie Familien, Unternehmen und Private Equity-Gesellschaften gezählt werden, ist in allen drei Indizes im Untersuchungszeitraum zurückgegangen und liegt bspw. im MDAX nun bei 34% nach 38% zum Ende Q3 2013
  • Deutsche Investoren im institutionellen Streubesitz stehen bei MDAX- und SDAX-Werten erst an dritter Stelle hinter nordamerikanischen und britischen/irischen Aktionären
  • Capital World Investors ist vor dem norwegischen Staat mit 2,9 Mrd. Euro knapp der größte Investor im MDAX. Nimmt man MDAX, SDAX und TecDAX zusammen steht der norwegische Staat mit 3,9 Mrd. Euro investiertem Kapital hier an der Spitze
  • Index-Fonds – die den drittwichtigsten Investment Style darstellen – sind vor allem in MDAX (14%) und TecDAX (11%) stark vertreten. So kann ein Ausscheiden aus dem Index auch bei Small- und Midcaps zu erheblichen Kursverwerfungen führen
  • Positive Einschätzung der Gewinnaussichten im TecDAX – Growth-Investoren sind hier nun deutlich an der Spitze vor Value-Investoren
  • Staatsfonds Temasek und GIC aus Singapur sind die einzigen nennenswerten nicht-strategischen Investoren aus Asien in MDAX-Unternehmen – Potential bei institutionellen asiatischen Anlegern für Investitionen in den deutschen Mittelstand ist heute noch sehr begrenzt
  • London, Frankfurt und Paris bzw. New York bilden die Top 3 der wichtigsten Roadshow-Ziele, bestimmt nach investiertem Volumen der Fondsgesellschaften vor Ort – bei keinem der drei Indizes liegt ein Top 10 Roadshow-Ziel außerhalb Europas und Nordamerikas

cometis-Vorstand Michael Diegelmann erläutert den Hintergrund der Studie: „Insbesondere Small- und Midcaps, also der untersuchte börsennotierte Mittelstand, nutzen häufig noch nicht alle Instrumente zur Identifizierung und Steuerung ihrer Aktionärsbasis. Spätestens bei anstehenden Kapitalmaßnahmen wird so wertvolles Potential verschenkt. Die Basisarbeit der Investor Relations sollte die detaillierte und zeitnahe Analyse der eigenen Aktionärsstruktur und der Peer Group sein. Im Mittelpunkt stehen die einzelnen Investoren, deren regionale Herkunft sowie der verfolgte Investment Style.“ Andreas Posavac, Director Global Market Intelligence bei Ipreo, hebt ebenfalls den praktischen Nutzen von Aktionärsstrukturanalysen auf Unternehmens- und Indexebene hervor: „Die möglichst vollständige Abdeckung der aktuellen und potentiellen Investoren in der IR-Arbeit ist dabei die eine Seite. Andererseits geht es aber auch um einen effizienten Ressourceneinsatz etwa bei der Durchführung von Roadshows. Wie unsere Auswertung gezeigt hat, kommen im asiatischen Raum beispielsweise nur wenige Destinationen in Frage. Mit diesem Wissen können auch die eigenen Banken und Broker noch effektiver gesteuert werden.“

Die aktuelle Studie fasst Michael Diegelmann wie folgt zusammen: „Die beeindruckende internationale Diversifikation der Aktionärsstruktur im deutschen Mittelstand beweist das weltweit hohe Interesse des Kapitalmarkts an den hiesigen Unternehmen. Durch eine noch gezieltere, aktive Ansprache von Investoren können die Unternehmen Einfluss auf ihre Aktionärsstruktur nehmen. Nicht zuletzt erhöht man so auch den Schutz beispielsweise vor einer feindlichen Übernahme.“

Die detaillierten Studienergebnisse stehen unter folgendem Link zum kostenfreien Download bereit: Wem gehört der börsennotierte Mittelstand?

Weitere Erläuterungen zur Studie erhalten Sie über die unten angegebenen Kontakte bei der cometis AG und der Ipreo Ltd.

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Seit dem Jahr 2000 ist die cometis AG als Beratungsunternehmen für strategische und operative Finanzkommunikation aktiv. Unser Team von mehr als 25 Mitarbeitern besteht aus Betriebs- und Volkswirten, Journalisten, Wirtschaftsjuristen und Designern. Dabei profitieren unsere überwiegend mittelständischen Kunden von der tiefgreifenden Erfahrung aus mehr als 500 abgeschlossenen Kapitalmarktprojekten. In den vergangenen Jahren haben wir 24 Börsengänge zum Erfolg geführt. Außerdem steuerten wir bei zahlreichen Corporate Financeund M&A-Transaktionen sowie in Sondersituationen die Kommunikation unserer Kunden. Unser Leistungsspektrum reicht von der Entwicklung der Investor Relations- und Kommunikationsstrategien über die Erstellung von Geschäftsberichten, Präsentationen, Meldungen und Webseiten bis hin zu Management-Coachings als Vorbereitung auf Gespräche mit Investoren, Journalisten und Analysten. Durch unsere Mitgliedschaft im „Public Relations Global Network“ (PRGN), das über 40 inhabergeführte PR- & IR-Beratungen auf allen Kontinenten vereint, bieten wir unsere Dienstleistungen auch auf globaler Ebene an.

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