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Q3-Berichte verraten: 2015 war ein gutes Jahr, 09.12.2015

 

cometis AG analysiert den Verlauf des Geschäftsjahres 2015 der Prime Standard-Unternehmen auf Grundlage der Prognoseberichterstattung.

Wiesbaden, 9. Dezember 2015 – Die in Deutschland im Prime Standard börsennotierten Unternehmen haben drei Viertel der für das Geschäftsjahr 2015 prognostizierten Kennzahlen im Zuge der gerade zu Ende gegangenen Berichtssaison zum dritten Quartal (Q3) bestätigt oder sogar erhöht. Die 249 analysierten Unternehmen haben in ihrer Jahresprognose im Rahmen der Geschäftsberichte 2014 im Durchschnitt 2,2 Leistungsindikatoren (mit Doppelnennungen insgesamt 542 Kennziffern) wie Umsatz, EBIT oder EBITDA genannt. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Untersuchung der cometis AG, eine Beratungsgesellschaft für Investor Relations und Finanzkommunikation. Die Studie ermöglicht damit bereits heute eine erste Aussage über den Verlauf des am 31. Dezember endenden Geschäftsjahres 2015. Bis zum Abschluss des Geschäftsjahres verbleiben nur noch rund drei Wochen, sodass die Untersuchung eine zuverlässige Annäherung erlaubt. Nur für diejenigen Unternehmen, die stark vom Geschäftserfolg im Schlussquartal abhängig sind, bleibt es noch spannend. Dies betrifft beispielsweise einen großen Teil der Handelsunternehmen aufgrund des Weihnachtsgeschäfts. Erfahrungsgemäß sind finale Zahlen von den Unternehmen frühestens im Februar nächsten Jahres zu erwarten.

Die vorgelegte Studie wurde erstmalig von der cometis AG durchgeführt und untersucht 249 Prime StandardUnternehmen der Deutschen Börse, deren Geschäftsjahr zum 31. Dezember endet. Die wesentlichen Ergebnisse lauten:

  • Die Jahresprognosen für 50% der 542 Leistungsindikatoren konnten im Rahmen der Berichterstattung zum dritten Quartal bestätigt werden. Bei 24% fand sogar eine Erhöhung statt, lediglich bei 15% musste die Prognose im Vergleich zum Geschäftsbericht 2014 nach unten korrigiert werden. In 11% der Fälle wurden die Indikatoren, die entweder im Geschäftsbericht 2014 oder im Q3-Bericht genannt wurden, im jeweils anderen Bericht nicht aufgegriffen.
  • Der am häufigsten herangezogene Leistungsindikator in der Prognoseberichterstattung ist der Umsatz (von 171 aus 249 Unternehmen verwendet, entspricht 69%), auf dem zweiten Platz folgt das EBIT (von 69 aus 249 Unternehmen verwendet oder 28%).
  • Mehr als drei Viertel aller 249 Unternehmen verwendete höchstens drei Leistungskennziffern, wobei knapp die Hälfte auf zwei Indikatoren zurückgreift. Im Durchschnitt werden 2,2 Kennziffern für die Prognose herangezogen.
  • Auffallend war, dass Umsatzprognosen in der Hälfte aller Fälle im Q3-Bericht bestätigt werden konnten, wohingegen dies lediglich auf 39% der EBIT-Prognosen zutrifft. Andererseits wurden 29% der EBITPrognosen im Jahresverlauf reduziert, beim Umsatz traf dies nur auf 16% zu. Bei Prognoseerhöhungen liegt der Anteil für das EBIT bei 22% und für den Umsatz bei 25%. Entschied sich ein Unternehmen in einem Bericht für die Verwendung des Umsatzes und/oder des EBIT, wurde in 9% bzw. 10% der Beobachtungen im jeweils anderen Prognosebericht diese Kennziffer nicht mehr aufgegriffen.

cometis-Vorstand Henryk Deter schätzt die Studienergebnisse wie folgt ein: “Bei vielen Kennziffern ist es den Unternehmen gelungen, eine wichtige Devise der Kapitalmarktkommunikation zu erfüllen: „Underpromise and Overdeliver“. Insgesamt stehen die Ergebnisse im Einklang mit der derzeit guten gesamtwirtschaftlichen Lage. Dennoch fällt es vielen Unternehmen offenbar leichter, die Entwicklung der Umsatzerlöse als die Profitabilität zu prognostizieren. Laut unserer Untersuchung bestand ein erhöhter Nachbesserungsbedarf für die EBIT-Prognosen im Jahresverlauf. Meines Erachtens ist diese Beobachtung auf die wesentlich höhere Zahl von schlechter planbaren Einflussfaktoren, wie Einflüsse durch Währungsschwankungen oder außerordentliche Abschreibungen, zurückzuführen, die bei der EBIT-Prognose berücksichtigt werden müssen. Dabei hängt die Prognosefähigkeit zunächst hauptsächlich von der Natur des Geschäfts sowie von der Qualität des CFO und der Finanzabteilung innerhalb des Unternehmens ab. Dennoch kann auch eine geeignete Investor Relations Arbeit das Risiko deutlich minimieren, die Guidance zu reißen und damit den Kapitalmarkt zu enttäuschen.“

Ein detailliertes Factsheet sowie eine Infografik stehen unter folgenden Links zum kostenfreien Download zur Verfügung: http://bit.ly/2ocsef7 (Factsheet) sowie http://bit.ly/2oCnSdV (Infografik). Weitere Erläuterungen zur Studie erhalten Sie über die unten angegebenen Kontakte bei der cometis AG.

Methodik
Gegenstand der vorliegenden Untersuchung ist die Analyse der Q3-Berichte 2015 sowie Geschäftsberichte 2014 hinsichtlich der Entwicklung ihrer Prognoseaussagen für das Geschäftsjahr 2015. Betrachtet wurden alle im Prime Standard der Deutschen Börse geführten Unternehmen, deren Geschäftsjahr zum 31. Dezember endet, sodass sich insgesamt 249 Beobachtungen ergaben (exklusive Neuemissionen in 2015 sowie komplett fehlender Berichte). Im Mittelpunkt standen dabei folgende Fragestellungen:

  • Welche Leistungsindikatoren wurden im Rahmen der Prognoseberichte verwendet?
  • Hat die erste Prognose im Zuge des Geschäftsberichts 2014 im Vergleich zur Q3-Berichterstattung Änderungen erfahren?

cometis AG
Seit dem Jahr 2000 ist die cometis AG als Beratungsunternehmen für strategische und operative Finanzkommunikation aktiv. Unser Team von mehr als 25 Mitarbeitern besteht aus Betriebs- und Volkswirten, Journalisten, Wirtschaftsjuristen und Designern. Dabei profitieren unsere überwiegend mittelständischen Kunden von der tiefgreifenden Erfahrung aus mehr als 500 abgeschlossenen Kapitalmarktprojekten. In den vergangenen Jahren haben wir 24 Börsengänge zum Erfolg geführt. Außerdem steuerten wir bei zahlreichen Corporate Financeund M&A-Transaktionen sowie in Sondersituationen die Kommunikation unserer Kunden. Unser Leistungsspektrum reicht von der Entwicklung der Investor Relations- und Kommunikationsstrategien über die Erstellung von Geschäftsberichten, Präsentationen, Meldungen und Webseiten bis hin zu Management-Coachings als Vorbereitung auf Gespräche mit Investoren, Journalisten und Analysten. Durch unsere Mitgliedschaft im „Public Relations Global Network“ (PRGN), das über 40 inhabergeführte PR- & IR-Beratungen auf allen Kontinenten vereint, bieten wir unsere Dienstleistungen auch auf globaler Ebene an.

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