Warum Staaten einen ESG-Bericht herausgeben sollten

Last updated Dec 3, 2021 at 10:00AM | Published on Dec 3, 2021 | Pressemitteilung

Normalerweise sind es Unternehmen, die ESG-Reportings veröffentlichen. Darin stellen sie ihre Erfolge und Misserfolge im Bereich Nachhaltigkeit dar – und wie sie sich in Zukunft weiter verbessern wollen. Doch auch für ganze Länder lohnt es sich in vielerlei Hinsicht, einen solchen Bericht herauszugeben. Dabei gilt es aber, einige Punkte zu beachten.

von Michael Diegelmann

Wiesbaden, 3. Dezember 2021. Unternehmen werden zunehmend in die Pflicht genommen, das Thema Nachhaltigkeit anzugehen. Aber wie sieht es bei den Staaten selbst aus? Während Unternehmen dazu verpflichtet sind, ESG-Berichte zu veröffentlichen und ihre Fortschritte darzulegen, sind für Länder noch keinerlei Vorgaben vorhanden. Zahlreiche Rahmenwerke und Vorschriften regeln, wie der ESG-Bericht eines Unternehmens auszusehen hat. Doch wie sieht es aus, wenn ein Land einen solchen Bericht veröffentlicht?

ESG-Berichte von Staaten: Ein Novum

Usbekistan war das erste Land, das einen solchen ESG-Bericht als Staat veröffentlicht hat. Dabei fiel auf: Der Nachhaltigkeitsbericht eines Landes ist zwangsläufig umfassender. Während für ein Unternehmen nur die ESG-Aspekte relevant sind, die die eigene Geschäftstätigkeit betreffen, ist für einen Staat jeder einzelne davon wichtig. Natürlich haben einige Themen Priorität, da sie beispielsweise besonders aktuell sind, und diese sollte der Bericht ausführlich behandeln. Für Usbekistan waren das zum Beispiel der Aufbau einer Infrastruktur und das Vorantreiben der Industrialisierung. Würde Deutschland einen solchen Bericht veröffentlichen, wären hingegen ganz andere Themen relevant.

Die Berichte sollten Einblick in die langfristige Strategie geben: Was wird in Bezug auf ESG getan? Und bis wann soll das geschehen? Feste Ziele und Pläne zeigen, dass der Staat auf dem richtigen Weg ist und weiß, an welchen Baustellen er noch zu arbeiten hat, um sich weiter zu verbessern. Das wirkt sich positiv auf die Beziehungen zu internationalen Partnern aus. Das berichtende Land scheint berechenbarer und verlässlicher zu sein – so baut sich leichter Vertrauen auf. Immerhin haben alle den zukünftigen Weg schwarz auf weiß zur Verfügung gestellt bekommen. Im besten Fall können Staaten damit neue Investoren anlocken, denn diese lassen sich selten auf Unsicherheiten ein.

Feste Verantwortung in der Regierung

Damit das Gesamtbild des Nachhaltigkeitsberichts stimmig ist, sollte die Verantwortung für diesen möglichst zentral in der Regierung liegen. Nur wer zentral in der Regierung tätig ist, kann den zukünftigen Weg, die Pläne und damit einhergehenden Schwierigkeiten am besten beschreiben und kennt die Prioritäten. So kann das Projekt effizient ablaufen. Je nach Ziel, sollten die ESG-Berichterstatter und -Verantwortlichen mit den relevanten Stakeholdern sprechen und diesen Dialog im Bericht teilen. Dabei sind verschiedene Seiten relevant. Geht es um das Thema Umwelt, sollten die Verantwortlichen sowohl mit Umwelt-NGOs sprechen als auch mit Ölfirmen, da diese massiv mit dem Thema zu tun haben.

Wichtig ist außerdem, dass sich die Regierung des Landes auch Fehler eingesteht und diese im Bericht direkt offenlegt. Es weiß ohnehin jeder: Defizite sind immer da – kein Land ist perfekt. Die Regierung sollte aber zeigen, dass sie auf dem Weg ist, sich ihrer Problemfelder bewusst ist und diese Herausforderungen so schnell und effektiv wie möglich angehen will. Das nimmt auch potenziellen Kritikern des Landes und der Regierung den Wind aus den Segeln.

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Michael Diegelmann: Gründer und Vorstand
Michael Diegelmann hat Erfahrungen in über 150 Kommunikationsprojekten (Börsengänge, Investor Relations, ESG, M&A, Krise) gesammelt und ist seit 1997 im Bereich Kapitalmarktkommunikation tätig. Er ist Autor von 16 kapitalmarktrelevanten Buchpublikationen und war vormals Projektleiter bei einem internationalen Beratungsunternehmen und einem Frankfurter Brokerhaus.

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